Wie funktioniert das?

Der fliegende Zahnstocher

Wie funktioniert das?

Durch den Zahnstocher wird die Seifenhaut in zwei Seifenhäute geteilt – eine linke und eine rechte. Beide versuchen den Zahnstocher zu sich herüber zu ziehen. Auf beiden Seiten wird gleich stark gezogen, deswegen bewegt sich der Zahnstocher nicht. (In der Physik nennt man das Kräftegleichgewicht.)

Du kannst dir das wie beim Tauziehen vorstellen. Auf beiden Seiten ziehen zwei Gruppen gleich stark, so dass sich das Tau keinen Zentimeter bewegt. Hört jetzt plötzlich eine Seite auf zu ziehen, so fliegt das Seil schnell auf die andere Seite herüber.

Genauso ist das bei der Seifenhaut und dem Zahnstocher. Wenn du auf einer Seite die Seifenhaut kaputt machst, so hört diese Seite auf am Zahnstocher zu ziehen und er fliegt auf die andere Seite herüber.


Warum zieht die Seifenhaut am Draht?

Die Seifenhäute versuchen sich so klein wie möglich zu machen, wie eine gespannte Gummihaut. Beim Wasser passiert genau das gleiche. Sogar noch viel stärker. Deshalb kannst du niemals eine Wasserhaut erzeugen, wie du eine Seifenhaut machen kannst. Das sich das Wasser (und auch die Seifenhaut) zusammenziehen, hängt mit der Oberflächenspannung zusammen.

Was Oberflächenspannung ist, kannst du hier lesen.

Eine Seifenhaut besteht aus zwei dünnen Schichten („Seifenschichten“), die nur von einer ganz ganz dünnen Wasserschicht getrennt sind. Die Wasserschicht ist nur eine Molekülbreite dick. Die Seife oder das Spülmittel machen die Oberflächenspannung, also die Kraft, die das Wasser zusammenzieht, kleiner. Auch das bekommst du im Text über die Oberflächenspannung erklärt. Und deshalb kann eine Seifenhaut überhaut nur entstehen.

Die Seifenhaut reißt nicht vom Draht und dem Zahnstocher ab, weil sie an ihnen festklebt (in der Physik bezeichnet man das mit Anhangskraft oder Adhäsion) und die Kraft nicht groß genug ist, wie z.B. beim Wasser.



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