Man könnte nach diesen Erkenntnissen
glauben, dass wir mit diesem Problem sozusagen Opfer eines unglücklichen
Zufalls geworden sind. Zufälligerweise sind unsere Frühstückstische
nicht hoch genug und unser Toast hat eine unvorteilhafte Größe.
Was ja nicht zuletzt direkt mit unserer Körpergröße zusammenhängt.
Dazu kommt dann auch noch die Schwerkraft unseres Heimatplaneten, die dafür
sorgt, dass unser Toast sich nicht oft genug drehen kann, bevor er am Boden
auftritt – begleitet vom Platschen seines Marmeladenbelags.
Allerdings haben tatsächlich alle zweibeinigen
Lebewesen auf sämtlichen bewohnten Planeten dasselbe Problem. Das
liegt vor allem daran, dass zweibeinige Lebewesen eine bestimmte Größe
nicht überschreiten können. Der Grund dafür ist, dass zweibeinige
Lebewesen im Gegensatz zu Vierbeinern wesentlich instabiler sind. Bei ihnen
besteht eine viel größere Gefahr, dass sie umfallen, da sich
ihr Schwerpunkt nur ein wenig von seiner stabilen Position zwischen den
Füßen wegbewegen muss, um den Zweibeiner zum Fallen zu bringen.
Das Schlimmste, was einem bei einem solchen Sturz passieren kann, ist eine
lebensgefährliche Kopfverletzung, als Folge des Aufpralls auf dem
Boden. Um diese Gefahr zu minimieren, darf die Körpergröße
einen Höchstwert nicht überschreiten. Die Natur hat erfolgreich
dafür gesorgt, dass das auch bei uns Menschen der Fall ist. Schließlich
ist es kein Zufall, dass wir deutlich kleiner sind als Giraffen.
Kluge Physiker haben berechnet, dass zweibeinige
Lebewesen – egal auf welchen Planeten sie leben – nicht größer
als 3m sein können, wenn sie davor geschützt sein sollen, durch
einfaches Umfallen tödlich verletzt zu werden. Was bedeutet das aber
nun für die Größe von Toastscheiben und die Höhe von
Tischen? Auch diese Größen werden wahrscheinlich denen auf der
Erde sehr ähnlich sein. Ein Tisch ist sinnvollerweise etwa halb so
hoch, wie sein Besitzer, also sind auch die Tischhöhen auf anderen
Planeten gewissermaßen begrenzt.

Nun könnte man skeptisch sein und sich fragen,
ob nicht auf einem Planeten mit geringerer oder größerer Schwerkraft
der Fall des Toasts auf andere Weise verändert würde. Wäre
beispielsweise g kleiner als auf der Erde, dann würde der Toast langsamer
fallen und mehr als eine halbe Umdrehung zurücklegen. Das ist aber
insofern falsch, als dass man bedenken muss, dass dann auch die Drehung
des Toasts langsamer ist. Dadurch gleichen sich also diese Abweichungen
wieder aus.
Angesichts dieser ernüchternden Erkenntnis
kommt wieder die anfängliche Frage auf, ob man nicht doch behaupten
könnte, dass Materie grundsätzlich böse ist – und zwar nicht
nur zu Menschen, sondern zu allen zweibeinigen Lebensformen.