Klingt gefährlicher, als es ist...
Habt ihr mal probiert, einen Gegenstand aufzuheben,
der vor euch liegt, wenn ihr mit dem Rücken ganz an der Wand steht,
und ihr euch da nicht weg bewegen wollt. Klingt ganz einfach oder? Man
bückt sich und... schon fällt man um.
Also nochmal überlegen: Man kann
drei Strategien anwenden:

1. Man bückt sich nach vorne. Das wird
einem aber nicht gelingen, wenn man die Hacken an der Wand lassen muss.
Der Schwerpunkt des Körpers bleibt dann nicht über der Stelle,
wo er gehalten wird (also unter und zwischen den Füßen). Wenn
so etwas passiert erzeugt die Gewichtskraft ein sogenanntes Drehmoment.
Das heißt der Körper wird in Drehung versetzt. Wären seine
Füße sehr gelenkig und gäbe es keinen Boden, dann würde
man sich theoretisch um die Füße drehen. Das gleiche passiert,
wenn ihr versucht, einen Stift auf eurem Finger zu balancieren. Sobald
sich sein Schwerpunkt nicht mehr über dem Auflagepunkt befindet -
was bei einem Stift ziemlich leicht passiert, da er sehr dünn ist
- beginnt er, sich vom Finger herunter zu drehen.
Wenn ihr jetzt sagt: "Aber ich kann doch
meine Füße anfassen, ohne umzufallen.", dann proboiert's mal
aus. Ihr werdet merken, dass ihr dabei euren Hintern nach hinten streckt,
damit euer Schwerpunkt immer noch über den Füßen liegt.
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2. Man gleitet an der Wand nach unten und
geht dabei in die Knie. Auch hier wird man scheitern, denn man kann die
Hacken nicht an der Wand lassen, da sich das Gewicht auf die Zehen verlagert. |
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3. Die einzige Möglichkeit, die funktionieren
kann, ist auch die schwerste (im wahrsten Sinne des Wortes). Man lässt
sich nach vorne fallen, greift sich den Gegenstand und stößt
sich dann wieder vom Boden ab und zwar so stark, dass man nachher wieder
so an der Wand steht wie vorher. Aber das schaff erstmal einer... |