Wie funktioniert das?

Elektrische Haare

Huch!

Stehen bei dir auch die Haare hoch? Ja? Das ist ja prima!

Der Ballon oder der Plastikstab ziehen die Papierhaare wie magisch an, aber natürlich ist da eigentlich nichts Magisches dran! Den Ausdruck, den die Wissenschaftler benutzen, nennt man Elektrostatik.
Zunächst musst du allerdings etwas über elektrische Ladung wissen.
Es gibt positive und negative elektrische Ladung. Jeder Körper hat positive und negative Ladung. Wenn er beides in gleichen Mengen besitzt, dann nennt man das elektrisch neutral. Ist ein Gegenstand elektrisch positiv geladen, fehlen ihm Elektronen. Ist er jedoch negativ geladen, hat er zu viele Elektronen. Negative und positive Ladungen ziehen sich an.
Jeder Gegenstand möchte jedoch elektrisch neutral sein. Der positiv geladene Körper möchte also Elektronen bekommen und der negativ geladene Körper Elektronen abgeben, um wieder elektrisch neutral zu sein.
 
Reibst du den Ballon oder den Plasikstab an Wolle, so laden sich beide Gegenstände elektrisch auf. Die beiden Gegenstände sind dann elektrisch geladen. In diesem Fall gibt die Wolle Elektronen an den Plastikstab ab. Somit ist der Stab dann negativ geladen, er hat also zu viele Elektronen, und die Wolle ist positiv geladen, ihr fehlen also Elektronen.
 
Nun wird es etwas kompliziert. Eigentlich sind die Haare neutral geladen. Näherst du aber nun den elektrisch negativ geladenen Stab den Haaren, so werden die negativen Ladungen von den positiven Ladungen auf den Haaren getrennt. Da sich negative und positive Ladungen anziehen, und die positiven Ladungen der Haare sich näher an den negativen Ladungen des Stabes befinden, werden die Haare angezogen. Obwohl du ja die Haare mit dem Platikstab nicht berührt, fließt Ladung. Die Wissenschaftler haben auch ein Wort für diesen Vorgang. Sie nennen es Influenz.

Es gibt viele interessante Dinge mit der Elektrostatik zu entdecken. Vielleicht findest du ja noch mehr darüber raus!