Von der Kerze zur Pendeluhr

Geschichte unserer Zeitmessung

Neben der Nutzung von Sonne und Wasser konnte man Kerzen verwenden, die in bestimmten Abständen Markierungen aufwiesen. Jede Markierung war entweder eine Viertelstunde, halbe Stunde oder eine ganze Stunde.
Problem dabei ist, dass man die Kerzen nicht unbeobachtet lassen darf.
(NIE darfst du eine brennende Kerze alleine lassen!!!)

Ausserdem musste man im richtigen Moment die nächste Kerze anzünden.
Doch auch dieses Problem wurde im 14. Jahrhundert gelöst, indem man zwei neue Uhrtypen erfand:
 
die Sanduhr
und
die mechanische Räderuhr.

Erst wurden nur in Klöstern die mechanischen Räderuhren verwendet. Ihre großen Gewichte dienten nicht nur zum Antrieb, sondern sie dienten auch dazu, die Mechanik des Stundenschalges anzutreiben!

Padua war die erste Stadt, die 1344 eine öffentliche Uhr besaß. Bald darauf konnte man an vielen anderen Rathäusern die neuen Uhren sehen und auch hören.
Doch man musste immer wieder mit der Sonnenuhr die Zeit überprüfen und die Uhren neu stellen!

Die nächste Verbesserung war die Federuhr. Ihre Feder ersetzte die großen Gewichte, dadurch konnte die Uhr so klein gebaut werden, dass man sie ohne Probleme von einem Zimmer ins nächste tragen konnte.
Damit war die Taschenuhr erfunden. Doch auch sie ging noch ziemlich ungenau.
Eine der ersten Taschenuhren wurde vom Nürnberger Uhrmacher Peter Henlein um 1510 gefertigt.
Im 17. Jahrhundert wurde die Mechanik noch weiter verbessert.
Der Holländer Christian Huygens baute 1657 die erste Pendeluhr. 1675 baute Huygens eine noch bessere Uhr, die sogenannte Unruh.