"Der Frosch lebt noch!", rief ich überrascht.
Dann jedoch, bei Versuchen auf dem Dach meines Labors, stellte ich fest, dass auch bei schönem Wetter ohne Blitze und ohne Elektrisiermaschine die Froschschenkel zu zucken begannen. Sie waren mit Messinghaken an einem eisernen Balkongitter angebracht.
Immer wenn die Froschschenkel vom Wind gegen das eiserne Gitter geschaukelt wurden, zuckten sie. Zuerst erkannte ich den Grund nicht und wurde schließlich ärgerlich. Ich drückte, um noch ein Letztes zu versuchen, die Froschschenkel an das Eisengitter. Da zuckten die Schenkel plötzlich häufig und stark! Die Beobachtung ergab eindeutig, dass die Schenkel zwischen zwei verschiedenen miteinander verbundenen Metallen liegen mussten, wenn sie anfangen sollten zu zucken.
Ich versuchte einen ähnlichen Versuch in meinem Labor nachzubauen. Ich legte eine Silberplatte auf meinen Experimentiertisch und verband einen Messingdraht mit der Platte und dem Froschschenkel, genauergenommen mit dem Nerv im Froschschenkel. Dabei hielt ich den Schenkel mit den Fingern so hoch, dass der Fuß gerade die Silberplatte berührte. Sofort zuckte der Froschschenkel zusammen, und der Kontakt wurde unterbrochen. Dadurch entspannten sich die Muskeln wieder; der Fuß berührte erneut die Platte - und das Spiel begann von Neuem.