Die X-Strahlen

Röntgen führte diesen Versuch auch durch, und am Abend des 8. Novembers kam er auf die Idee, den Versuchsaufbau etwas zu ändern. Er bedeckte die Entladungsröhre völlig mit schwarzer Pappe, so dass kein Licht aus der Röhre hinaus gelangen konnte. Neben den Aufbau stellte er einen Schirm aus fluoreszierendem Material, das die Eigenschaft hat zu leuchten, wenn es bestrahlt wird.
Als er nun mit dieser Veränderung den Versuch durchführte, leuchtete dieser Schirm auf, obwohl aus dem Entladungsrohr kein Licht hinaus kommen konnte (es war ja mit der schwarzen Pappe abgedeckt). Also folgerte Röntgen, dass aus der Röhre eine für das menschliche Auge unsichtbare Strahlung hinausgekommen sein muss, die durch die schwarze Pappe hindurch konnte. Er nannte diese neue Strahlung „X-Strahlen“.

Hier seht ihr den Versuchsaufbau von Röntgen. Die Entladungsröhre ist von der Seite zu sehen (also so, als wenn sie einer aufgeschnitten hätte).