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 Betreff des Beitrags: Lautsprecher
BeitragVerfasst: 07. Aug 2009 - 21:53 
Hi,
ich weiß über Elektroakkustik schon so viel, dass ein Mikrofon sozusagen eine Wechselspannung erzeugt, die dann verstärkt wird und dass dann zum Lautsprecher Weitergeleitet wird.

Wenn auf dem Lautsprecher dann z.b. 8Ohm steht, und das verstärkte signal einen Maximalausschlag von etwa +/- 50V (das geht doch so oder) hat, dann ist ja I=U/R also 50/8 also 6,25A
Ist dann die Maximale musikleistung ohne berücksichtigung von evtl. verlusten P=u*i also 6,25*50 300Watt?

Oder wie hoch sind die Spannungen bei normalen Sounds, also z.b. E-gitarre verstärker, PC-lautsprecherausgang und so?

Danke schonmal für antworten
Lichtschranke


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 Betreff des Beitrags: Re: Lautsprecher
BeitragVerfasst: 10. Aug 2009 - 12:26 
HI,
hier kommt die Signalform des Spannungsverlaufes wieder zum Tragen.
Die von Dir genannten 50V (+/-) sind schon eine sehr hohe Spannung und werden durch Kapazitive Ladungsverschiebung aus einem mit ca. 50-60V gespeisten Verstärker erzeugt.
Da alle Geräusche letzten Endes in eine Reihe von Sinusschwingungen zerlegt werden können, darf für die
(Sinus)-Leistung der Ansatz gelten: Upeak /sqrt(2) / RLautsprecher = Ieff.

Hier also: 50V/1,41 / 8 Ohm = 4,4A
und damit:
35V*4,4A = 154 Watt sinus.

Die Spitzenleistung beträgt aber nicht die 300Watt, da die Spitzenspannung nur kurzzeitig wirken kann, sondern abhängig vom Koppelkondensator und der betrachteten Frequenz ergibt sich hier ca. der 1,4-fache Wert der Sinus-Leistung.

Beispiel: Koppelkondensaor 100uF bei 1kHz gibt nach: C = Q/U mit U=50V und t=0.001s

I = C*U/t = 0.0001F * 50V / 0.001s = 5A

Bei 100Hz bleiben aber davon nur noch 500mA übrig - Also sollte der Koppelkondensator in diesem Fall nicht unter 1000uF sein, da er die Leistung an der unteren Grenzfrequenz definiert.

Cu
Stef


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 Betreff des Beitrags: Re: Lautsprecher
BeitragVerfasst: 11. Aug 2009 - 9:43 
Also ich weiß jetzt nicht ob ich das richtig verstanden habe.
Also, Sinus hatten wir in mathe noch nicht, aber so wie ich das verstehe ist 50V/1,41 so die durchschnittsspannung, oder? also 35v.
Dann die druchschnittsstromstärke 4,4A und die durchschnittsleistung dann 154W?
Versteh ich das so richtig?


Das mit dem Kondensator kapier ich jetzt nicht so..
Danke schonmal für die erklärung
Lichtschranke


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 Betreff des Beitrags: Re: Lautsprecher
BeitragVerfasst: 11. Aug 2009 - 15:25 
Hi,
Der Lautsprecher wird nicht direkt an den Verstärker angeschlossen, sondern in Reihe mit dem Koppelkondensator. Das bewirkt, daß der Lautsprecher den reinen Wechselstom bekommt.
Es nützt Deinen Ohren nichts, wenn die Lautsprechermembran immer halb reingezogen ist. Außer daß die Wicklung des Lautsprechers heiß wird ist nichts zu hören und zu sehen.

Der Kondensator schützt gleichzeitig den Lautsprecher.
In verbindung mit dem Widerstand des Lautsprechers (Impedanz), ergibt sich damit eine Schaltung, bei der die hohen Frequenzen stärker betont werden (größerer Wechselstrom) als die tiefen.

Der Koppelkondensator ist im Verstärker eingebaut und auf diesen abgestimmt. Er erzeugt gleichzeitig aus der einfachen Versorgungsspannung eine alternierende Wechselspannung mit der zu verstärkenden Tonfrequenz.

Eine E-Gitarre oder ein Mikrofon können einen Leistungsverstärker nicht direkt ansteuern. Es ist ein Vorverstärker notwendig. Mikrofone liefern Signale bis zu 10mV Wechselspannung


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 Betreff des Beitrags: Re: Lautsprecher
BeitragVerfasst: 12. Aug 2009 - 15:19 
Also funktioniert das dann praktisch so:

man spricht in ein mikrofon.
Das mikrofon erzeugt Wechselspannung
(is dann der Graf der spannung die entsprechende Sinuskurve des tones??)
dieses Signal wird dann mit hilfe des koppelkondensators irgendwie verstärkt dass die kurve sozusagen größer gezoomt wird...
das wird dann an den lautsprecher geleitet der dann entsprechend des signales schwingt


geht das so??


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