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 Betreff des Beitrags: Kerunumwandlungen
BeitragVerfasst: 01. Jun 2008 - 12:25 
Hiho,

Ich hab eine Frage zum Thema Kerunmwandlungen, genauer gesagt geht es um folgendes Beispiel:

Einige Nuklide wandeln sich ja spotan um, wie zB auch Blei-210, welches unter Aussendung eines Elektrons in Bismut-210 zerfällt.
Blei-210 hat eine Masseanzahl von 210 und eine Kerladungszahl von 82. Wenn sich jetzt aber ein Elektron verabschiedet, und so ein neues Element entsteht, dürfte sich ja weder die Masseanzahl ändern(Elektronen besitzen eine vernachlässigbare Masse...), noch die Kernladungszahl, da diese ja die Anzahl der Protonen beschreibt, und in diesem Beispiel nur ein Elektron ausgesandt wird. Kaut meinem Lehrbuch bleibt die Masseanzahl auch gleich, aber die Kernladungszahl nimmt von 82 auf 83 zu. Es kommt doch aber kein Proton hinzu, lediglich ein Elektron verabschiedet sich? Kann es sei, das ich die Kernladungszahl falsch definiere?

MfG


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 02. Jun 2008 - 8:23 

Registriert: 28. Apr 2005 - 13:31
Beiträge: 699
Wohnort: Bergamo
Hi,
der Betha-Strahler Pb210 kommt mit einer Umwandlung eines Neutrons zu einem Proton zustande. Dadurch wird der Orbitalzustand von Pb^82 zud Bi^83 erreicht.
Dagegen läuft aber eine heftigere Isotopenreaktion von Bi210^83 zu Bi209^83 ab, bei der ein weiteres Elektron frei wird und an die defekte Schale abgegeben wird. Das aus dem zerfallenden Neutron ebenfalls frei werdende Alpha-Teilchen kenneichnet diesen Zerfallsprozess nach außen.
Mit einer wahrscheinlichkeit von t(1/2) = 5d zerfällt also BI210.
Vergleiche Thorium-Zerfalls-Reihe.

Diese Reaktionen synthetischer Isothope laufen aber teilweise verdeckt oder überlagert ab, so daß nur mit extremen Analyse-Methoden die teils kurzlebigen Zwischenprodukte erkannt werden können.

CU
Stef


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 Betreff des Beitrags: Re: Kerunumwandlungen
BeitragVerfasst: 17. Jan 2010 - 10:38 
abakus hat geschrieben:
Hiho,

Ich hab eine Frage zum Thema Kerunmwandlungen, genauer gesagt geht es um folgendes Beispiel:

Einige Nuklide wandeln sich ja spotan um, wie zB auch Blei-210, welches unter Aussendung eines Elektrons in Bismut-210 zerfällt.
Blei-210 hat eine Masseanzahl von 210 und eine Kerladungszahl von 82. Wenn sich jetzt aber ein Elektron verabschiedet, und so ein neues Element entsteht, dürfte sich ja weder die Masseanzahl ändern(Elektronen besitzen eine vernachlässigbare Masse...), noch die Kernladungszahl, da diese ja die Anzahl der Protonen beschreibt, und in diesem Beispiel nur ein Elektron ausgesandt wird. Kaut meinem Lehrbuch bleibt die Masseanzahl auch gleich, aber die Kernladungszahl nimmt von 82 auf 83 zu. Es kommt doch aber kein Proton hinzu, lediglich ein Elektron verabschiedet sich? Kann es sei, das ich die Kernladungszahl falsch definiere?

MfG







würde mal sagen,da checkt wer was net,kann das sein? :?: ich kann das auch net und kp mit der elektronen anzahl. :oops: unser lehrer sagt immer:nimm das so hin das is so...toller lehrer,ich weiß!!!wie auch immer,nimm es so hin,wahrscheinlich hat das buch und der lehrer auch kein plan davon!!! :roll:
mfg:Ich :shock:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kerunumwandlungen
BeitragVerfasst: 09. Feb 2010 - 12:11 
kp hat geschrieben:
unser lehrer sagt immer:nimm das so hin das is so...toller lehrer,ich weiß!!!wie auch immer,nimm es so hin,wahrscheinlich hat das buch und der lehrer auch kein plan davon!!! :roll:
mfg:Ich :shock:


Das mit KP und Lehrer sagt, daß Du dasso hinnehmen sollst kann mit der Jahrgangsstufe zusammenhängen.

Ich selber sage in einer 'unteren' Jahrgangsstufe auch, daß diese Gegebenheiten einfach aus dem Buch zu verwenden sind.
Die Oberstufe verdient aber mehr Erklärungen.
Gerade, was die tieferen physikalischen Erscheinungen betrifft sind sehr oft aufwändige Versuche und Messungen vorausgegangen.
Die Kernphysik ist da besonders wenig greifbar, da alles im 'unsichtbaren' abläuft (Kaum wartet man 2000 Jahre, dann ist aus einem Urangewicht ein Batzen Blei geworden ;-) )
Die Versuchsreihen sind entweder gefährlich oder der erforderliche Meßgerätepark unbezahlbar. - Siehe dazu den LHC in Genf (23km Tunnel im Fels und eine Detektorenhalle, die so groß ist wie der Chor vom Kölner Dom.)
Das ist unfassbar, unüberblickbar, einzigartig und unbezahlbar für eine einzelne Institution. Von Schule ganz zu schweigen.

Darum kommt hier der Hinweis auf die Lehrbücher - besser auf die physialischen Tabellenbücher - zurecht.
Aber - und das ist wichtig - nur der- oder diejenige, die sich auf den Standpunkt stellt, dem Warum an einem beschriebenen Effekt hinterher zu gehen, erfinden neues und entdecken diese Zusammenhänge, die später in neuen Lehrbüchern die alten Zusammenhänge ersetzen können.

Alleine das Rauschen in einem bestimmten Metall-Widerstand konnte mit verbesserten Meßgeräten als magnetische Abhängigkeit entdeckt werden, die heute in jeder Computer-Festplatte große Speicherkapazitäten ermöglicht. Wenn sich die Forschen nicht nach dem Hintergrund des Rauschens gefragt hätten, wäre das nie herausgekommen.

Cu
S


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