Verdampfungswärme und Schmelzwärme

...handelt zum Beispiel von Temperatur und Energie.
gast

Verdampfungswärme und Schmelzwärme

Beitrag von gast » 25. Aug 2012 - 16:04

Ich hätte mal ne Frage
ich verstehe die formel Qab=c*m*temperatur unterschied nicht (was ist c ) ????

die spezifische Schmelz wärme bei wasser ist ja laut unserem lehrer 334kj/kg was berechnet man damit ?
bei der spezifischen Verdampfungswärme stellt sich mir die gleiche Frage .

Quadrat2

Re: Verdampfungswärme und Schmelzwärme

Beitrag von Quadrat2 » 24. Sep 2012 - 19:39

Mit dieser Formel lassen sich in der Schule vor allem isochore Zustandsänderungen berechnen (isochor=Volumen bleibt konstant, sprich keine Volumenarbeit wird verrichtet)

Q=c*m*T die korrektere Schreibweise dürfte
wohl sein:

ΔQ=c*m*ΔT ,sprich eine Änderung der Wärme ΔQ (Energie wird dem System zugefügt oder entnommen) bewirkt eine Änderung der Temperatur ΔT (Volumenänderungsarbeit=-pSdV=0)
Bei konstanten c und m sind damit Temperatur und Wärme proportional und du kannst z.B. einfach berechnen wie wieviel Energie hinzugefügt werden muss, um irgendwas auf eine bestimmte Temperatur zu bringen. (mit ΔT=T2-T1; ΔQ=Q2-Q1)

m ist die masse des zu wärmenden Irgendwas

c ist die Wärmekapazität, sie gibt an wieviel Energie einer bestimmten Menge (oder Masse) Atomen (idR ein mol bzw. ein kg) hinzugefügt werden muss, um es auf eine bestimmte Temperatur zu erhöhen. Bei z.B. c= 2J/(mol*K) muss man 2Joule Wärme hinzufügen, um ein mol Atome um ein Kelvin wärmer zu machen.
Die Wärmekapazität gibt im prinzip an, wieviel Energie ein Atom so speichern kann. Hängt auch von der Art des thermodynamischen Prozesses ab (Gibt es eine Druckänderung oder nicht). In der Schule behandelt man glaub ich alle Prozesse als isochor, auch wenns sie es nicht sind, sodass das wieder unwichtig wird.
Die Atome speichern die Wärme über ihre Bewegungen, sogenannte Freiheitsgrade. Ist des z.B. ein Gas, der aus einzelnen Atomen besteht, so speichern die Atome die Energie, indem sie sich in alle Richtungen bewegen, sodass es f=3 Freiheitsgrade gibt, da es drei Raumrichtungen gibt. Ist das ein Stoff aus Molekülen, die aus Atompaaren bestehen, können die Atome noch zusammenkommen (ne Art Federschwinger) und rotieren, sodass es insgesammt 7 Freiheitsgrade gibt (von denen die Schwingungsfreiheitsgrade erst ab immensen Temperaturen angeregt werden können).
Wärmekapazität (für isochore Prozesse) wird insgesamt berechnet mit c=f/2*R mit
f=Anzahl der Freiheitsgrade und R=Gaskonstante

Quadrat2

Re: Verdampfungswärme und Schmelzwärme

Beitrag von Quadrat2 » 24. Sep 2012 - 19:47

Achja spezifische Schmelzwärme gibt an wieviel Energie, pro Masseneinheit hinzugefügt werden muss, damit ein fester Stoff (z.B.Eis) vollständig schmelzen kann.

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