Lampe

...handelt zum Beispiel von Temperatur und Energie.
Steel44
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Lampe

Beitrag von Steel44 » 28. Jul 2008 - 19:01

Also ich hab mal eine Frage:
Ich hab so ne Stehlampe (von IKEA), deren Kopf man umklappen kann!
Somit kann ich was draufstellen, um es zu erhitzen. Ein Wolfram-Draht wird ja so um die 3000°C heiß, oder? Nun ist da noch so 1cm Abstand zu einer 5mm dicken Glasscheibe! Wie heiß kann jetzt diese Glasscheibe werden bzw. der Gegenstand, den ich obendrauf stelle?
(Lampe: MAX 20W 12V)
So sieht die Lampe aus (hab das beste was geht, gemacht!):
http://de.tinypic.com/view.php?pic=1e1f2h&s=4
(Die Lampe da rechts!)

el-haber
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Beitrag von el-haber » 29. Jul 2008 - 10:27

Hi,
es ist nicht die Wärme der Glasscheibe, die im übrigen relativ kühl bleiben muß, sondern die Strahlungswärme der Lampe, die zum erhitzen ausgenutzt wird.


Das bedeutet, daß mit einem alten schwarz glasierten Emailtopf auf der Glasscheibe stehend die besten Ergebnisse zu erziehlen sind.
Die schwarze Fläche des Topfbodens absorbiert eine sehr große Menge der Strahlungsenergie.
Allerdings wird der Boden dann so heiß, daß die Glasplatte zerspringen kann.
Die Glasschutzscheibe bei Halogenlampen ist nicht für diese Art der Hitzebelastung ausgelegt.

Anders die Ceran Kochfelder. Hier ist die Glasplatte besonders gehärtet und eingefärbt, so daß auch metallisch spiegelnde Töpfe die Wärme der Glasplatte aufnehmen können. Die Strahlungswärme wird also in der besonderen Glasplatte absorbiert. Hier tritt dann wieder der Effekt zutage, daß durch die reflektion am Topfboden dieser Teil der Glasplatte besonders warm wird und sich die Wärme dort konzentriert, wo sie auch gebraucht wird.

Cu
Stef

Steel44
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Beitrag von Steel44 » 29. Jul 2008 - 10:44

Danke schonmal, aber ein paar Fragen hab ich noch:
Ich hab mal versucht eine 20ct-Münze zu schmelzen. Die besteht aus Nordischem Gold (Cu89Al5Zn5Sn1). Ich habe erstmal versucht, die Schmelztemperatur herauszufinden, hab sie aber nirgendwo gefunden. Wie groß könnte sie sein? Auch etwas anderes Wichtiges konnte ich nicht finden: die spezifische Schmelzwärme. Somit tappte ich im Dunkeln. Ich habe trotzdem mal hauptsächlich die Werte von Kupfer genommen, da es zu 89% vorkommt. Nun wollte ich noch wissen:
1.) Wie kann ich das rechnen?
2.) Welche Werte soll ich nehmen?
3.) Warum hat es nicht funktioniert? (Meine noch nicht ausprobierte Idee: einen Spiegel obendrauf legen)

Zu meinem Versuch:
Ich habe die Münze in die runde Schale gelegt.

el-haber
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Beitrag von el-haber » 30. Jul 2008 - 14:44

Hi.
meinst DU mit 'runder Schale' den Lampenkörper?

Das geht so nicht!
Der Glühwendel der Halogen wird zwar mehrere tausend Grad heiß, aber die kommen nicht direkt raus, da das Glas einen großteil wieder reflektiert und somit im Glühwendel halten.

Die Schmelzthemperatur und spezifische Wärme kannst Du von Messing oder besser Bronze ableiten. Sie liegt irgendwo bei 900Grad.

Schmelzen kannst Du Bronze oder Messing mit einem Gasbrenner, da die Flammenspitze diese Themperatur an das Werkstück weitergibt.

Denke doch mal - die Schale der Halogenlampe besteht aus AL, das bei einer so großen Erwärmung ebenfalls schmelzen würde (670Grad).

CU
Stef

Steel44
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Beitrag von Steel44 » 30. Jul 2008 - 14:59

Ja ich mein den oberen Lampenkörper damit!
Theoretisch wäre es ja dann möglich, wenn man das Glas um den Glühwendel entfernen würde! Dann müsste es doch gehen oder?
Was wäre wenn ich die Münze schwarz anmalen würde???

el-haber
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Beitrag von el-haber » 01. Aug 2008 - 11:00

Hi,
ohne Dich jetzt beleidigen zu wollen.
Das funktioniert so überhaupt nicht.

1. Wenn der Glaskörper fehlt, dann oxidiert der Glühwendel fast Augenblicklich und verdampft damit bzw. wird als Oxid nichtleitend.

2. Ein thermischer Emitter braucht einen speziellen, auf den Glühwendel angepassten Reflektor.

3. schwarzer Absorber (diffuse Lackierung) bringt zwar was, aber dann schmilzt die Alu-Schale auch.

Schau mal auf die Produkte-Seite von www.adphos.de - allerdings schmelzen die auch kein Messing, sondern erhitzen Lacke zum einbrennen oder trocknen von Druckstraßenpapier.

Bei Glühthemperaturen ist die Eigenstrahlung des erhitzten Körpers so groß, daß er einen eigenen hitzebeständigen Reflektor bräuchte - von der Isolation ganz zu schweigen, damit die Hitze im Werkstück bleibt..


CU
Stef

Steel44.

Beitrag von Steel44. » 01. Aug 2008 - 22:07

ok, danke

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